Onkologie bei Frauen

Die ambulante Onkologie hat in den letzten 10 Jahren eine rasante Entwicklung genommen.
Unsere Praxis ist für die Behandlung von Brusttumoren und Tumoren der Eierstöcke, der Gebärmutter und anderer Genitaltumoren spezialisiert.
Grundlage unserer Tätigkeit sind die Empfehlungen der AGO "Mamma" sowie die S3 (Stufe 3) -Richtlinien der Deutschen Krebsgesellschaft.
Wir sind Mitglied folgender Organisationen und Verbände:
  • BNGO (Berufsverband niedergelassener Gynäkologischer Onkologen e. V.)
  • NOGGO (Nord-Ostdeutsche Gesellschaft für Gynäkologische Onkologie)
  • AGO (Arbeitsgemeinschaft Gynäkologische Onkologie)
  • DEGUM (Deutsche Gesellschaft für Ultraschall in der Medizin)
  • Deutsche Gesellschaft für Senologie
  • DGGG (Deutsche Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe)
  • DKG (Deutsche Krebsgesellschaft)
Wir arbeiten mit Krankenhäusern sowie Brustzentren der Stadt Leipzig und der Umgebung eng zusammen. Nach der Therapie in unserer Schwerpunktpraxis erfolgt die weitere Betreuung bei dem jeweils überweisenden Gynäkologen.
Eine fortlaufende, qualitätsgerechte Versorgung unserer Tumorpatienten ist gewährleistet.
Die ambulant-onkologische Tätigkeit besteht insbesondere
in der Diagnostik von Brusttumoren durch Gewebeentnahme (Biopsie in örtlicher Betäubung)
onkologischen Infusionstherapien (Chemo-, Antikörper- und Bisphosphonattherapie)
sowie in der onkologischen Nachsorge.
Jede Chemotherapie ist bis auf wenige Ausnahmen ambulant durchführbar
In den meisten Fällen erfolgt vor der Therapie die Einlage eines intravenösen Portsystems. Dadurch wird die Sicherheit der Therapie bedeutend verbessert. Die hohe fachliche Qualifikation einerseits, als auch entsprechend hohes Einfühlungsvermögen aller Praxismitarbeiter andererseits, ist eine Voraussetzung.
Die Chemotherapie umfasst unterschiedliche Behandlungsformen mit Medikamenten. Ziel dieser Therapie ist es, die Krebszellen abzutöten. Die Chemotherapeutika können als Tabletten, Infusion oder Spritze verabreicht werden.
Der Wirkmechanismus dieser Medikamente ist unterschiedlich, daher können sich auch die Nebenwirkungen unterscheiden. Mögliche Nebenwirkungen sind z. B. Müdigkeit, Übelkeit, Erbrechen, Durchfall, Haarausfall u. Blutbildveränderungen. Wichtig ist zu wissen, dass viele Chemotherapiepatienten auch durch die moderne Begleittherapie keine oder nur sehr geringe Nebenwirkungen verspüren. Einige Patienten können sogar trotz laufender Chemotherapie weiter auf Arbeit gehen.
Die Erfahrung zeigt, je positiver ein Patient der Behandlung gegenübersteht, desto besser verträgt er sie.

Eines ist besonders wichtig: Sie können alle auftretenden Probleme o. Fragen mit unserem Arzt- u. unserem Schwestern-Team, natürlich auch mit Ihrem betreuenden Fach- o. Hausarzt besprechen, unwichtige Fragen zu diesem Thema gibt es nicht !

Lassen Sie keinen vereinbarten Behandlungstermine ohne Absprache mit der Praxis aus.Das gilt auch für die empfohlenen Blutbildkontrollen bei Ihrem Haus- o. Facharzt.
Besuchen Sie möglichst niemanden, der eine Erkältung o. Infektion hat.
Sollten trotz Begleittherapie stärkere Nebenwirkungen o. Fieber über 38,5° C auftreten, informieren Sie bitte den Arzt.
An den Therapietagen möglichst keine alkoholhaltigen Getränke trinken, auch Rauchen sollte gemieden werden.
Erklärungen:
Antikörpertherapie
Trastuzumab oder auch Herceptin genannt wird bei Mamma-Ca-Patientinnen angewendet wenn die Zellen vermehrt HER2-neu auf der Zelloberfläche bilden. Es bindet von der Zellaußenseite her an den Wachstumsfaktor-Rezeptor HER2. Dadurch kommt es zur Hemmung der Tumorzellproliferation infolge von Antiköperabhängiger Zerstörung der Tumorzellen durch das Immunsystem
Verabreichung: Trastuzumab wird einmal wöchentlich (alle drei Wochen) als Infusion über 30 bis 90Minuten verabreicht. Die Therapiedauer bei adjuvanter Gabe beträgt 12 Monate.
Weitere Infos
Bisphosphonate
Bisphosphonate sind chemische Verbindungen, die über zwei Phosphonat-Gruppen verfügen. Sie werden bei postmenopausalen Frauen zur Osteoporose-Therapie oder au. a. auch bei Knochenmetastasen eingesetzt. Bisphosphonate üben zwei Effekte auf den Kochen aus. Durch die Anlagerung an die Knochenoberfläche hemmen sie einerseits die Mineralisation  der Knochensubstanz, andererseits hemmen sie den Knochenabbau durch Hemmung der Osteoklasten.
Verabreichung: Bisphosphonate werden 1xwöchentlich (alle 4 Wochen) als Infusion zwischen 15 und 90 Minuten verabreicht.

Weitere Infos

 

Für nähere Informationen nehmen Sie bitte auch Kontakt mit unserer Praxis auf.
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